Kosten beim Kauf einer Immobilie in Spanien – Vollständiger Ratgeber
Ein Grundstück oder eine Immobilie in Spanien zu kaufen bedeutet mehr, als nur den Kaufpreis der Wohnung zu zahlen. Es gibt zahlreiche zusätzliche Kosten, die du am besten im Voraus kennst, um böse Überraschungen zu vermeiden und dein Budget gut zu planen.
Im Folgenden stellen wir dir alle wichtigen Kostenpunkte vor, die mit dem Kauf einer Immobilie in Spanien verbunden sind.
1. Steuern beim Kauf einer Immobilie
Die Steuer hängt von der Art der Immobilie ab:
Gebrauchtimmobilie (Verkauf zwischen Privatpersonen):
Es wird die Grunderwerbsteuer (Impuesto de Transmisiones Patrimoniales, ITP) fällig. In der Comunidad Valenciana beträgt sie 10% des deklarierten Werts.Neubau (Kauf vom Bauträger):
Es fällt die Mehrwertsteuer (IVA) in Höhe von 10% an sowie die Steuer auf dokumentierte Rechtsakte (Impuesto de Actos Jurídicos Documentados, AJD), die üblicherweise 1,5% beträgt.
2. Notar- und Grundbuchkosten
Notar:
Zwischen 1.200 und 2.000 Euro, je nach Anzahl der Seiten und der Komplexität der Urkunde.Grundbuchamt:
Ungefähr zwischen 400 und 800 Euro, um den Kaufvertrag eintragen zu lassen.
3. Honorare für Fachleute
Fachanwalt für Immobilienrecht:
Zwischen 1% und 2% des Werts der Immobilie, mit einem üblichen Mindesthonorar von 2.000 Euro.
Dieser Service ist sehr empfehlenswert, insbesondere wenn du das spanische Rechtssystem nicht kennst.Gerichtlich vereidigter Dolmetscher (falls erforderlich):
Ab 150 Euro.Immobilienagentur:
In den meisten Fällen übernimmt der Verkäufer die Provision, aber das solltest du immer vorher bestätigen.
4. Weitere zusätzliche Kosten, die du berücksichtigen solltest
NIE-Nummer (Número de Identificación de Extranjero):
Für den Kauf in Spanien ist sie verpflichtend. Die Kosten können je nachdem variieren, ob du sie selbst beantragst oder über eine Gestoría abwickelst.
In vielen Fällen kann sie die 150 Euro übersteigen.Einrichtung eines Bankkontos in Spanien:
In der Regel kostenlos, obwohl einige Banken Gebühren für Kontoführung oder für Überweisungen erheben.Ausstellung eines Bankschecks:
Erforderlich, um beim Notar zu zahlen. Die Kosten hängen von der Bank ab, liegen aber meist bei 100 bis 300 Euro.Bewertung der Immobilie (wenn du einen Kredit beantragst):
Die Bank verlangt eine amtliche Schätzung, mit durchschnittlichen Kosten von 300 bis 600 Euro.Kosten für die Kreditbeschaffung:
Einige Banken erheben Eröffnungsgebühren. Außerdem können als Bedingung für die Kreditvergabe Versicherungen für Leben oder Haus verlangt werden.
5. Praktisches Beispiel: Kauf einer Wohnung für 200.000 €
20.000 € ITP
zwischen 1.200 und 2.000 € Notarkosten
zwischen 600 und 1.000 € Grundbuch
mindestens 2.000 € für Rechtsanwaltskosten
300 € Bankscheck
mehr als 150 € für das NIE
500 € für die Schätzung
Gesamtschätzung: zwischen 24.550 und 25.750 €, das entspricht 12,2% bis 12,8% des Wohnungspreises.
6. Wie kannst du die Kosten beim Kauf senken?
Vergleiche die Preise zwischen Notaren und Banken.
Wähle Anwälte mit festen und transparenten Preisen.
Frag deine Agentur, was in ihrer Provision enthalten ist.
Vermeide doppelte Vorgänge (z. B. ein Konto eröffnen und den Scheck bei unterschiedlichen Banken anfordern).
Hast du Fragen oder möchtest du deine exakten Kosten anhand deines Falls berechnen?
Bei Estrellas Properties begleiten wir dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess.
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